Der Verein…

…und seine Mitglieder – wer steht hinter den Namen?


Firmen, Unternehmen, Gesellschaften oder eben auch Vereine – schnell wachsen sie zu großen anonymen Gebilden heran. Um genau dieses zu verhindern, stehen an dieser Stelle zumindest einmal die Vorstände und Koordinatoren des Vereins mit der Beantwortung von drei persönlichen Fragen Rede und Antwort.

Die Fragen waren:

1) Was war die persönliche Motivation, Vereinsmitglied zu werden?
2) Was ist das besonders Spannende an diesem Projekt?
3) Gibt es andere Hobbys und Interessen?

Profil WoBp
Wolfgang Borgmann
Vorsitzender des VorstandesBeruf: Freier LuftfahrtjournalistJahrgang: 1965Ich habe den Verein 2004 ins Leben gerufen und leite ihn seitdem als sein Vorsitzender. Der Traum einer weltweit letzten, fliegenden HFB 320 ist alle Mühe wert. Nun sind wir auf dem besten Wege, unseren gemeinsamen Traum in die Tat umzusetzen! Alles an diesem Projekt ist neu und spannend.Jeden Tag gibt es besondere Herausforderungen, deren Lösung großen Spaß bringt. Wir sind ein starkes Team. Die Koordination aller Beteiligten im Sinne unseres großen Zieles steht dabei im Fokus. Motiviert werden braucht dabei niemand – alle sind mit Herzblut und großem Fachwissen dabei!Ja! Dies sind vor allem das von mir initiierte Boeing 377-Projekt www.stratocruiser.org, der von mir ins Leben gerufene Nachbau einer Bäumer B IVa „Sausewind“ www.baeumer-aero.de sowie das Lockheed L-1649A Super Star Projekt, das ich mit angeschoben habe und dessen Projektsprecher der Lufthansa Technik AG ich bin www.lht-superstar.de. Zudem arbeite ich mit großer Leidenschaft am weiteren Ausbau meiner luftfahrthistorischen Sammlung. Und „last but not least“ gibt es da noch eine großartige Partnerin und Familie!
Nils Borkheim
stellvertretender VorsitzenderVerantwortlichkeit: Bereich TechnikBeruf: Flugzeugtechniker in der Flugzeugwartung, Industriemeister LuftfahrttechnikJahrgang: 1981Die Motivation kam schon während der Ausbildung zum Fluggerätemechaniker. Dort kam ich mit alten Flugzeugen der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung www.dlbs.dein Berührung, seitdem haben mich diese nicht mehr losgelassen. Und mit dem Vereinsbeitritt bot sich die Möglichkeit, mit einem grandiosen Team ein Flugzeug als Aushängeschild des Luftfahrtstandortes Hamburg wieder flugfähig zu restaurieren! Dieser Möglichkeit konnte ich natürlich nicht widerstehen…Das Spannende an diesem Projekt ist der Reiz, an dem Erhalt des letzten HFB 320 HANSA JET aktiv mitwirken zu können. Es ist sehr aufregend, an diesem Generationenübergreifendem Projekt mitzuarbeiten, das Wissen und die Erfahrungen zu teilen und die Tradition des Luftfahrtstandortes Hamburg zu pflegen. Man begibt sich auf eine kleine Zeitreise und begegnet dabei vielen interessanten Menschen. Und eine Menge Spass gibt’s obendrein auch noch!

Ansonsten schraube ich gern bei den Eichhorn’s www.eichhorn-air.de oder unterstütze die Super Constellation Flyers Association www.superconstellation.org .

Wenn mich die historischen Flugzeuge nicht in Beschlag nehmen, fahre ich gern auf meiner Harley-Davidson auf den Landstrassen Norddeutschlands und lasse mir dabei die frische Brise um die Nase wehen. Ausserdem besuchen meine Frau und ich gerne Konzerte. Auch das Verreisen gehört zu unseren gemeinsamen Hobbies.

Ludolf Ungerer
stellvertretender VorsitzenderVerantwortlichkeit: Bereich FlugbetriebBeruf: Diplomingenieur für FlugzeugbauBaujahr 1963Ich bin zu dem Verein gestoßen, weil ich mich ganz generell für alte Flugzeuge interessiere. Für die HFB 320 im Besonderen, da ich während meiner Ausbildung zum Fluggerätmechaniker an diesem Muster gearbeitet habe und später im Studium durch meine Professoren mit diesem außergewöhnlichen Flugzeug wieder in Berührung gekommen bin. Weitere Motivation ist die historische Bedeutung für die Luftfahrt, die konstruktiven Besonderheiten und die Tatsache, daß bei der selbstverständlich erfolgreichen Realisierung dieses Projekts hier der letzte flugfähige HANSA JET entstanden ist.Die Herausforderung, mit einer relativ kleinen Mannschaft, begrenzten finanziellen Mitteln und dafür aber unendlichem Enthusiasmus dieses Projekt zu realisieren. Der Satz “Keep it simple” ist genauso Programm, wie “Mach es einmal und dann gleich richtig”. Dafür muß man sich jeden Tag neuen Herausforderungen stellen und guten Teamgeist haben ohne dafür materiell entlohnt zu werden. Dies ist in der heutigen Zeit eigentlich das Spannendste, was man tun kann.Ja, natürlich. Die größte Leidenschaft ist das Fliegen. Ich bin begeisterter Segel- und Motorflieger. Ich fliege mit einem selbst restaurierten Oldtimer zu Flugtagen und präsentiere dort die Maschine. Schrauben “tue ich” an alten Flugzeugen aber auch sehr gerne, daher unterstütze ich die Super Constellation Flyers aus der Schweiz http://www.superconstellation.org , betreue die Oldtimerflotte der Sportfluggruppe Nordholz/Cuxhaven http://www.sfg-nordholz.de und bin für meinen Arbeitgeber als verantwortlicher Systemingenieur im Lockheed L-1649A Super Star Projekt tätig http://www.lht-superstar.de.
Außerdem bin ich noch Snoopy-Fan, is ja auch´n Flieger….
Walter Reimers
Vorstand Finanzen / SchatzmeisterVerantwortlich für die Einhaltung des Pegels auf unserem Konto, Beitragseinzug, Spendenbescheinigungen und alles, was mit dem Thema Finanzen zu tun hat. Beruf: Familienbetrieb – Metallbau/SchlossereiGefertigt: 1964


Eckhard Giese

bis 2012 Schriftführer, jetzt Konzentration auf das Thema Webmaster – Beruf: sowohl angestellt, als auch selbständig, technisch/kaufmännischAutor des neuen HANSA JET BuchesStapellauf: 1971Dieser Verein war der erste, dem ich mit dem Vorsatz beitrat, nur passives Mitglied zu werden und keinerlei Funktion zu übernehmen – aber es sollte anders kommen! Auch mein Vater arbeitete am HANSA JET und so war es für mich schon als kleiner Junge klar, daß Flugzeuge selbstverständlich vorgepfeilte Flügel haben müssen. Und so war es auch klar, dieses Projekt zu unterstützen, als Wolfgang Borgmann im Jahr 2003 im Abendblatt dazu aufrief.Dieses Thema bietet die Möglichkeit, Aufgaben in die Hand zu nehmen, die sich im Leben nur ein einziges Mal in dieser Form anbieten. So nah wird man als Mensch, der beruflich zwar mit Technik im Allgemeinen, mit der Fliegerei jedoch nichts zu tun hat, nie wieder an ein solches Projekt herankommen. Es melden sich fast jeden Tag neue Herausforderungen zu Wort. Und wer dieses Team in seiner Zusammenarbeit erlebt, der merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht. …Hobbies: Zu Lande, zu Wasser und in der Luft! Es lassen sich sehr gut Dieselmotore mit Pflanzenöl betreiben (ich habe einige Umbauten hinter mir), Kajaks in Segelboote verwandeln (man kann aber auch so herrlich auf der Alster Gas geben…) und Kohlefasergestänge mit passender Bespannung als Lenkdrachen in die Luft bringen.Ich habe Spaß an allem, was außergewöhnlich ist – freue mich aber auch über einen gut temperierten Shiraz!Zum Wohle…
Jörg Schneider
FlugbetriebsleiterBeruf: FlugkapitänJahrgang: 19591. ein bedeutendes historisches Fluggerät einer breiten Öffentlichkeit z.B. im Rahmen von Luftfahrtveranstaltungen im Flug zu präsentieren.2. wer der Gönner sein wird, 1. Realität werden zu lassen…… nein im Ernst, es ist die Herausforderung, einen Flugbetrieb auf die Beine zu stellen, der im Rahmen der Möglichkeiten eine hohe Professionalität und alle Sicherheitsstandards gewährleistet. Es gilt flugbetriebliche Verfahren zu entwickeln, die die Einbindung eines historischen Fluggeräts an heutige moderne, z.B. flugsicherungstechnische Anforderungen, Crew Ressource Mangement und Cockpit procedures sicherstellt. So wird es eines Tages möglich sein, dass die hervorragende Arbeit unserer Techniker gebührend ihren Abschluss findet.3. Sport, Modellflug, Schach und meine Jungs (elf und neun) denen ich versuche beizubringen, später einmal etwas “vernünftiges” zu lernen……..
Christoph Miersch
Seit 2012 Schriftführer, Koordinator TechnikLeiter Dokumentation und kommissarischer Leiter MaterialwesenBeruf: FlugzeugtechnikerJahrgang: 1968 Ich kam völlig ungeplant dazu. Auslöser war eine Anfrage von Wolfgang Grimm, ob ich dabei helfen könnte, ein historisches Flugzeug in Manching für einen Landtransport vorzubereiten. Spontan sagte ich zu – und schwupps, war ich dabei. Und ich blieb dabei, weil mir sowohl die Aufgabe Spaß macht als auch die Zusammenarbeit mit den Vereinskameraden.Die oftmals überraschenden Wendungen, die das Projekt im Laufe der Zeit hervorbringt. Dazu die einmalige Möglichkeit, an der Erhaltung eines für meine Heimatstadt Hamburg und deren Luftfahrtindustrie historisch so bedeutsamen Flugzeug mitwirken zu können.Der Luftfahrt im Allgemeinen, sowohl historisch als auch aktuell, gilt mein besonderes Interesse.Neben meiner täglichen Arbeit an verschiedenen Verkehrsflugzeugen, arbeite ich im Restaurationsteam der Deutschen Lufthansa Berlin Stiftung an der Wiederherstellung der letzten Fw 200. Auch dieses Flugzeug (mit Baujahr 1941) ist ein wichtiger Meilenstein deutscher Luftfahrtindustrie.Meine Königin der Lüfte ist aber die Boeing 757-330 ;)
Profil WoGri
Wolfgang Grimm
Koordinator TechnikBeruf: Zur Zeit Qualifikationskoordinator in der VIP Completion zuvor schon Fluggerätmechaniker, Account Manager im LRU Management und alles bei Lufthansa Technik. Außerdem darf ich mich seit 2003 Meister Luftfahrttechnik nennen.Jahrgang: Wie unser Hansi 1967Zu 1. Nach dem ständigen Bürositzen und theoretischem Kram endlich mal wieder am Flugzeug schrauben.Zu 2. Den Vogel am Schluß wieder in die Luft zu bekommen und das ganze drumherum.Zu 3. Familie (Frau + 2 Kinder), Begleiter einer Antonov AN2-TD, Restaurierung Noratlas (Gate Guard LTG63), Crewcaptain HAD2007 und „Erlebnis Fliegen“ in Hamburg, auf „Abruf“ gerne bereit einem guten Freuden am Flughafen aus zu helfen (UEFA Cup, Patrouille Suiss zum Hafengeburtstag usw).
mb_profil
Martin Beier

Koordinator Werkzeug, Technikteam

Beruf: Flugzeugtechniker im Bereich Überholung und Modifikation von Großraumflugzeugen

Rollout: 1985

Flugzeuge und alles was fliegt haben mich schon immer interessiert und fasziniert. Mit 14 Jahren habe ich auf dem Fliegerhorst Wunstorf mit Segelflug angefangen. Dadurch kam ich viel mit der Luftwaffe in Berührung und wollte alles über die Flugzeuge der Bundeswehr wissen. Die HFB-320 hatte dabei immer einen besonderen Reiz durch Ihre Form und Herkunft. Als ich von dem Projekt hörte eine HFB-320 wieder zum fliegen zu bringen musste ich dabei sein!

Ehrenamtlich und neben meinem Beruf bin ich für die Deutschen Lufthansa Berlin Stiftung tätig und arbeite dort an der Restauration der Focke Wulf FW-200 Condor. Für ein Luftfahrtmuseum an der Müritz arbeite ich in meiner verbleibenden Freizeit an mehreren Projekten.

Fest davon überzeugt dass wir dieses wahnsinnige Projekt vollenden werden freue ich mich auf die zukünftige Arbeit im Verein und natürlich an der HFB-320. Es wird sicher nicht immer leicht aber wer keine Träume hat, der lebt auch nicht richtig, richtig?

Klaus-Peter Trogisch
Koordinator Transport & LogistikTechnischer AussenhandelskaufmannJahrgang: 1956″Erblich vorbelastet” (Opa um 1925 Flugleiter in Fuhlsbüttel und Mutter sogar auf dem Flugplatz i. d. Dienstwohnung geboren. Vater WWII-Pilot), faszinieren mich Flugzeuge und insbesondere deren Technik von je her. Mit 17 durfte ich eine Privat-Piloten-Ausbildung in Bembridge auf der Isle of Wight geniessen (leider umständehalber nie wieder genutzt).Bereits bei dem Projekt der B707-430 des Hamburger Flughafens mitwirkend (die alte D-ABOD der Lufthansa), war die Ansteckung mit dem HANSA JET Bazillus nur logisch und zwangsläufig, sobald ich davon hörte.Die HFB 320 symbolisiert für mich den Aufbruch i. d. Jet-Zeitalter des Luftfahrt-Entwicklungs-Standortes Hamburg, den ich als Jugendlicher bewusst erlebte. Seinerzeit seitens der Politik plötzlich und unerwartet ohne Unterstützung (und somit ohne die Möglichkeit einer Projekt-Fortführung), hat sich der Hamburger Flugzeugbau mit dem technologischen “Meilenstein” HANSA JET immerhin als Teil für das später geformte Airbus-Konsortium empfohlen. Die Ergebnisse dieser Kooperation – die heutigen Airbusse – sind aus der Luftfahrt nicht mehr wegzudenken. Dieses – durch die Flügel-vorwärts-Pfeilung – sehr markante “Vor-Airbus-Ära-Flugzeug” ist die historische Wegmarke für Hamburg und muss wieder fliegen! Daran mitzuwirken, ist für mich eine Herzensangelegenheit.Als geborener “Zugvogel”, bin ich immer gern auf Achse und in der Natur unterwegs (Der Weg ist das Ziel). Hierzu dienen mir als Transportmittel entweder mein großer Touren-Roller oder mein geliebtes Wohnmobil, mit dem – wie könnte es bei einem Luftfahrt-Maniac anders sein – vorzugsweise andere Flugplätze und Luftfahrtmuseen besucht werden.In der Natur betreibe ich die Ornithologie (Vogelkunde, die gefiedertern) – an Flughäfen die Ornithologie für Fortgeschrittene (Blechvögel :) )
Jan-Philip Speichert
Koordinator MesseStudentJahrgang 19871. Ende 2007 wurde in mir die Idee geboren, dass ich mich in Zukunft nicht nur durch zuschauen und informieren an historischem Fluggerät erfreuen möchte, sondern den großen Schritt Richtung aktivem Mithelfen wage. Nach einigem Überlegen wurde mir die Entscheidung vom Vereinsmitglied Kevin Girnth quasi abgenommen, als er mir vom HANSA JET-Projekt erzählte. Damit war ich infiziert.2. Ich denke, dass das besondere Merkmal und die Herausforderung an diesem Projekt ist, dass wir uns um ein Flugzeug kümmern, was nicht in aller Munde ist, aber als Kulturgut Hamburgs durchaus werden könnte, wenn wir es richtig anpacken. Bis dahin muss viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Dass wir großes Durchhaltevermögen besitzen haben wir, meiner Meinung nach, bis jetzt schon bewiesen.3. Da gibt es zum einen den sportlichen Ausgleich in Form von Handball. Für innere Ruhe und Ausgeglichenheit sorgt mein Klavier. Und dann gibt es da noch das eine oder andere alte Auto, was gepflegt werden möchte. Gibt also immer was zu tun.

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